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Hooligans
Sieben Fußballfans wurden verhaftet.
Sieben Fußballfans wurden verhaftet.
Kateryna Mashkevych/iStock.com

Nazi-Grüße: Rechtsextreme Fußballfans verhaftet

24.03.2025 um 14:26, Marcel Toifl
2 min read
Sieben kroatische Fußballfans sind nach der Länderspielpleite gegen Frankreich verhaftet worden. Sie sollen während der Hymne verbotene Gesten gezeigt haben.

Neben der österreichischen Niederlage gegen Serbien hat am Sonntag, im Rahmen der UEFA Nations League auch das Rückspiel zwischen Kroatien und Frankreich stattgefunden. Obwohl sich die „Equipe Tricolore” im Elfmeterschießen mit 5:4 durchsetzen konnte, ist der Fußball zur Nebensache verkommen. Mehrere kroatische Anhänger sollen durch verfassungsfeindliche Grüße auffällig geworden sein. Wie die französische Zeitung „Le Parisien” berichtet, sollen 300 kroatische Fans durch die Landeshauptstadt gezogen sein, einige davon hätten dabei obszöne Gesten gezeigt.

Hitlergrüße auch im Stadion

Während der kroatischen Nationalhymne im Stadion sollen etwa zehn kroatische Ultras erneut den Hitlergruß gezeigt haben. Die Geste wurde von mehreren Kameras festgehalten, rasch hat sich die Szene in sozialen Netzwerken verbreitet. Unter den rund 80.000 Zuschauern im Stade de France hat sich Empörung breitgemacht.

Sieben Fans festgenommen

Nach dem Spiel hat die Pariser Polizei sieben Personen in Gewahrsam genommen, die verdächtigt werden, an den Nazi-Gesten beteiligt gewesen zu sein. Der lokale Polizeichef Laurent Nuñez hat die Festnahmen auf der Plattform X bestätigt. Er betont, dass die Sicherheitsvorkehrungen unter seiner Leitung eine sichere Durchführung des Spiels ermöglicht und gezielte Festnahmen erlaubt hätten. „Diese Personen haben in einer Sportstätte nichts zu suchen“, erklärt Nuñez.

Vergleich mit früherem Vorfall

Bereits im Oktober 2023 sind acht kroatische Fans in Frankreich zu Haftstrafen verurteilt worden. Damals hatten sie bei einem EM-Qualifikationsspiel gegen die Türkei rassistische Gesänge angestimmt, die das faschistische Ustascha-Regime in Kroatien glorifizierten.

Reaktionen und Ermittlungen

Die französische Staatsanwaltschaft hat bisher keine Stellungnahme abgegeben. Auch das Büro der französischen Sportministerin Marie Barsacq reagiert zunächst nicht auf Anfragen. Weitere Ermittlungen zur Identifizierung weiterer beteiligter Personen sind im Gange.

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