Babler kritisiert ATV: „Sexualisierte Übergriffe verherrlicht”
Nach scharfer Kritik von Medienminister Andreas Babler (SPÖ) an der jüngsten Folge der umstrittenen Kuppel-Doku „Das Geschäft mit der Liebe” zieht der Sender ATV die Notbremse: Die aktuelle Folge wurde offline genommen, die Show hat vorerst Sendepause.
Babler entsetzt
Was ist passiert? Babler platzte am Wochenende der Kragen: „Dieses offene Zurschaustellen von sexueller Ausbeutung von Frauen hat weder medial im TV noch sonst irgendwo in unserer Gesellschaft etwas zu suchen!” Der SPÖ-Vizekanzler zeigte sich entsetzt über Szenen, die ihm zugespielt wurden – mit dem Vorwurf: Verherrlichung sexualisierter Übergriffe. Das sorgte für einen politischen Domino-Effekt: Auch andere Parteien schlossen sich der Empörung an.
Mir wurden Sendungsausschnitte aus dem Programm von ATV zugetragen, die sexualisierte Übergriffe verherrlichen. Dieses offene Zurschaustellen von sexueller Ausbeutung von Frauen hat weder medial im TV noch sonst irgendwo in unserer Gesellschaft etwas zu suchen.
Diese Form von…— Andi Babler (@AndiBabler) March 22, 2025
Kontrolle hat versagt
Der öffentliche Druck auf ATV wuchs – und zwar so stark, dass der Sender am Sonntagabend die Reißleine zog. Jetzt rudert ATV zurück. In einer Stellungnahme, die dem Kurier vorliegt, heißt es plötzlich reumütig: „ATV lehnt sexistische und rassistische Inhalte sowie Gewalt und Frauenfeindlichkeit strikt ab.” Ein interner Qualitätscheck ergab: Die Kontrolle bei Folge fünf habe versagt. Deshalb wurde die Episode offline genommen, inklusive aller Clips.
Zwangspause
Nicht nur das: Auch die für Mittwoch geplante Ausstrahlung wurde gecancelt, „Das Geschäft mit der Liebe” geht erstmal in eine Zwangspause. ATV weiter: „Alle Episoden, die bisher nicht im TV ausgestrahlt wurden, werden mit der verantwortlichen Produktionsfirma überprüft.” Es werde geprüft, überarbeitet, umgedreht ...