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Das AMS verzeichnet steigende Arbeitslosenzahlen.
Die Arbeitslosenzahlen steigen.
Die Arbeitslosenzahlen steigen.
APA/Themenbild

Rezession: Arbeitslosenzahlen steigen, offene Stellen gehen zurück

01.04.2025 um 12:40, Stefanie Hermann & APA, Red
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Rezession: Die Zahl der Arbeitslosen in Österreich steigt. Besonders Industrie und Handel sind betroffen, offene Stellen gehen dramatisch zurück.

Der anhaltende Wirtschaftsabschwung belastet weiterhin den Arbeitsmarkt. Besonders stark betroffen sind Handel und Industrie. Laut heute veröffentlichten Zahlen waren Ende März rund 397.100 Personen beim Arbeitsmarktservice (AMS) arbeitslos oder in Schulung gemeldet, davon waren 316.300 arbeitslos und rund 80.700 in Schulungsmaßnahmen des AMS. Im Vergleich zum Vorjahresmonat ist die Zahl der Arbeitslosen und Schulungsteilnehmer um 7,4 Prozent bzw. 27.400 Personen gestiegen.

Arbeitslosenrate steigt

Die Arbeitslosenrate per Ende März erhöhte sich um 0,5 Prozentpunkte auf 7,4 Prozent. Die Arbeitslosigkeit steige aber „nicht so stark, wie es die wirtschaftlich angespannte Situation erwarten ließe”, so AMS-Vorstand Johannes Kopf in einer Stellungnahme. „Besonders vom konjunkturellen Tief betroffen” seien weiterhin die Industrie und der Handel, so Kopf. Die Zahl der Arbeitslosen und Schulungsteilnehmer im Handel stieg im März um 4.552 und in der Warenerzeugung um 4.391 Personen.

Entwicklungen in den Bundesländern

Den höchsten Anstieg der Arbeitslosen- und Schulungsteilnehmer-Zahlen im Bundesländer-Vergleich verzeichnete Tirol (+15,5 Prozent), gefolgt von Salzburg (+15,3 Prozent), Oberösterreich (+15,1 Prozent) und Vorarlberg (+10,8 Prozent). Niedriger fiel das Plus in der Steiermark (+7,5 Prozent), Wien (+5,3 Prozent), Kärnten (+5,0 Prozent), Burgenland (+4,9 Prozent) und Niederösterreich (+3,3 Prozent) aus.

Rezession seit 2023 hinterlässt Spuren

Die seit 2023 andauernde Rezession in Österreich hinterlässt deutliche Spuren am Arbeitsmarkt. Die Wirtschaftsforscher von Wifo und IHS erwarten eine Konjunkturaufhellung ab Sommer. Die Arbeitslosenzahlen sinken bei einem Wirtschaftsaufschwung aber meist zeitverzögert.

Rückgang bei offenen Stellen

Die sofort verfügbaren offenen Stellen sanken Ende März im Vergleich zum Vorjahresmonat um 11,1 Prozent auf 81.740. Der ÖVP-Wirtschaftsbund erfasst in seinem Stellenmonitor alle Jobportale und verzeichnete mit 145.118 offenen Stellen „einen neuen Tiefstand”.

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