FPÖ-Svazek feiert bei Rammstein: "Fürchte mich nicht!"
"Gehen oder nicht gehen?": Es ist eine Frage, die selbst eingefleischte Rammstein-Fans zurzeit umtreibt. Am 26. und 27. Juli gibt die umstrittene deutsche Rockband Konzerte in Wien. Angesichts der heftigen Vorwürfe gegen Frontsänger Till Lindemann haben so manche potenzielle Besucher moralische Bedenken. Sollte man der Band eine Bühne geben, oder sie doch lieber boykottieren, wie etwa Grüne-Politiker oder die Sozialistische Jugend fordern?
Klare Entscheidung
"Es ist schwierig", antworten etliche Konzert-Besucher vor dem Stadion. Für die Chefin der Salzburger FPÖ ist die Sache hingegen glasklar: "Ich gehe am Donnerstag zum Konzert", sagt sie gegenüber der Kronen Zeitung. "Ich habe von den Vorwürfen gelesen, aber ich fürchte mich nicht und bin eine große Befürworterin von Eigenverantwortung, egal ob Mann oder Frau, und lehne Vorverurteilung ab." Mit ihrer Entscheidung ist sie nicht alleine. Rund 110.000 Menschen werden bei der fulminanten Feuer-Show erwartet.
Heut und morgen treten #Rammstein im Ernst Happel-Stadion auf - trotz der massiven Vorwürfe, die im Raum stehen. Diese Band hat im Moment nix auf einer solch großen Bühne verloren - KEINE BÜHNE FÜR SEXISTEN! pic.twitter.com/bay04wDpY3— Sozialistische Jugend (@SJ_Oesterreich) July 26, 2023
Rammstein-Fan
Die stellvertretende Salzburger Landeshauptfrau hat sich bereits in der Vergangenheit als Rammstein-Fan geoutet. Der Konzertbesuch wird nach 2019 ihr zweiter sein. "Wenn man auf ein Rammstein-Konzert geht, weiß man auch, was einen erwartet. Wenn sich die Vorwürfe als wahr erweisen, ist das eine andere Sache und natürlich scharf zu verurteilen“, zitiert die Krone die 31-Jährige. Mit von der Partei ist diesmal auch der Wiener FPÖ-Landesparteisekretär Michael Stumpf.