Gerüchteküche: Bierpartei will es wissen
Dominik Wlazny alias Marco Pogo kann es wohl nicht lassen. Die Gerüchte verdichten sich, dass seine "Bierpartei" bei der kommenden Nationalratswahl antreten könnte. Anlass für die Spekulationen hat der Vorsitzende der vermeintlichen Spaßpartei mit der Ankündigung einer Pressekonferenz gegeben.
Einzug in Nationalrat realistisch
Für Donnerstag hat Wlazny zu eine "Erklärung anlässlich der bevorstehenden Nationalratswahl" geladen. Dabei dürfte es sich mit nur wenig Restzweifel um die Entscheidung zum Wahlantritt handeln. Bislang war eine entsprechende Entscheidung des Wiener Mediziners und Musikers ausständig. Glaubt man den letzten Umfragen, wäre ein Einzug in den Nationalrat durchaus realistisch. Die Vier-Prozent-Hürde könnte die Partei Meinungsforschern zufolge nehmen. Offiziell bestätigen wollte Wlazny den möglichen Antritt heute noch nicht.
Erfolg in Wien
Die Bierpartei wurde 2015 gegründet. 2019 stellt sie sich bereits einmal der Nationalratswahl. Damals ist sie allerdings nur in Wien angetreten. Dass sie den Einzug ins Parlament verfehlt hat, war wenig verwunderlich. Deutlich erfolgreicher ist die "Spaßpartei" um Marco Pogo auf Gemeindeebene. Seit 2020 stellt sie elf Bezirksräte.
Bundespräsidentschaftswahl 2022
Fahrtwind könnte die Wahlbewegung durch Wlaznys Antreten bei der Bundespräsidentschaftswahl 2022 bekommen. Mit seinem Antritt zum Rennen um die Hofburg wurde er einer breiteren Öffentlichkeit bekannt. Dabei hat er nicht nur Fans gewonnen. Kritiker unterstellten ihm damals "demokratiegefährdenden Populismus, den man nicht unterstützen sollte". Bei den Wahlberechtigten kam der frische Wind offensichtlich gut an. Mit 8,31 Prozent der Stimmen erreichte der Wiener den respektablen dritten Platz hinter dem amtierenden Präsidenten Alexander van der Bellen und dem freiheitlichen Kandidaten Walter Rosenkranz.