Direkt zum Inhalt
Maul- und Klauenseuche
Die Maul- und Klauenseuche breitet sich aus.
Die Maul- und Klauenseuche breitet sich aus.
selvanegra/iStock.com

Hochansteckendes Virus: Jetzt macht Österreich Grenzen dicht

02.04.2025 um 12:13, Julia Klein
1 min read
Nach neuen Seuchen-Fällen in Ungarn und der Slowakei reagiert auch Österreich auf MKS. Kleine Grenzübergänge werden geschlossen, große streng kontrolliert.

Inhalt

Ein neuer Ausbruch der Maul- und Klauenseuche in der Slowakei sorgt für Alarmstimmung in Österreich. Nachdem bereits Anfang März Fälle in Ungarn bekannt wurden, ist nun ein Betrieb nahe der österreichischen Grenze betroffen – mit über 3.000 Tieren.

Jetzt greift Österreich durch

Um eine Einschleppung des hochansteckenden Tierseuchenerregers zu verhindern, werden kleinere Grenzübergänge zu Ungarn und der Slowakei geschlossen. Nur die großen Übergänge Nickelsdorf und Kittsee sollen weiter offen bleiben – aber mit verstärkten Kontrollen.

Schutzmaßnahme

„Überall da, wo Kontrollen nicht möglich sind”, bestätigt Jakob Kramar-Schmid, Sprecher von Staatssekretärin Ulrike Königsberger-Ludwig (SPÖ), gegenüber „Heute”. Zwar gibt es derzeit noch keine Hinweise auf eine Einschleppung nach Österreich, doch die Behörden wollen auf Nummer sicher gehen. Die Schutzmaßnahme soll landwirtschaftliche Betriebe und Tierbestände vor einer möglichen Infektionswelle schützen.

Maul- und Klauenseuche (MKS)

Die hochansteckende Seuche befällt Rinder, Schweine, Schafe, Ziegen und Wildtiere. Bei einer Infektion kommt es zu schmerzhaften Bläschen im Maul, am Euter und an den Klauen. Die Konsequenz: Im Ernstfall müssen alle Tiere eines betroffenen Betriebs gekeult, also getötet werden. Für Menschen stellt das Virus keine direkte Gefahr dar. In sehr seltenen Fällen kann es zu einer Infektion kommen – diese verläuft laut Experten aber meist harmlos. Der letzte MKS-Fall in Österreich liegt 44 Jahre zurück – im Jahr 1981. Seit Jahresbeginn 2025 kam es jedoch wiederholt zu Ausbrüchen in Europa: Am 10. Jänner meldete Deutschland Fälle bei Büffeln. Seit dem 7. März sind auch Ungarn und die Slowakei betroffen.

more