Red Bull feuert Rookie: ER soll Lawson ersetzen
Red Bull Racing hat in den ersten Rennen der neuen Saison einen deutlichen Rückschlag erlebt. Nach den überlegenen Titelgewinnen der vergangenen Jahre liegt das Team aktuell weit hinter McLaren zurück. Besonders die Leistung des zweiten Fahrers hat für Unruhe gesorgt. Während Max Verstappen trotz eines holprigen Starts konstant Punkte gesammelt hat, ist Rookie Liam Lawson deutlich hinter den Erwartungen zurückgeblieben.
Rookie crasht vor Rennstart
Lawsons Formel-1-Debüt im Red Bull hätte kaum schlechter verlaufen können. Hat er im ersten Rennen seinen Wagen gecrasht, musste er im zweiten Rennen aufgrund eines Unfalls im Qualifying in der Boxengasse starten. Das zweite Rennen konnte der 23-Jährige immerhin unfallfrei zu Ende fahren, Punkte gab es aber auch diesmal nicht. Intern hat es bereits vor dem Rennen kritische Stimmen gegeben. Seit Shanghai dürfte Lawsons Tage bei Red Bull gezählt sein.
Verstappen Performance-Klausel
Beim Austro-Rennstall hat man sich offenbar entschieden, nicht mehr lange zuzusehen. Medienberichten zufolge hat das Team bereits über einen Fahrertausch diskutiert. Weshalb ein baldiger Wechsel umso wahrscheinlicher wird: Im Hintergrund spielt eine Feinheit im Vertrag von Max Verstappen eine Rolle. Der Weltmeister hat eine Performance-Klausel, die es ihm ermöglicht, Red Bull zu verlassen, falls das Team nicht mehr konkurrenzfähig ist. Mit einem Fahrer, der das Auto nur mit Mühe unfallfrei über die Ziellinie bringt und trotz Top-Team in zwei Wochen keinen Punkt eingefahren ist, dürfte es das nicht mehr lange sein. Um Verstappen langfristig zu halten, muss Red Bull also schnell handeln. Konkurrenten wie Zak Brown wollen bereits wissen, dass der Niederländer seinen Abgang plant.
Colapinto oder Tsunoda?
Kein Geheimnis ist, dass Helmut Marko ein großer Fan von Yuki Tsunoda ist. Der Japaner hat mit stabilen Leistungen in Melbourne und Shanghai aufgezeigt. Aktuell gilt als wahrscheinlichste Lösung ein Aufstieg des Racing Bull-Piloten ins große Schwesternteam.
Ursprünglich wurde gemunkelt, dass Lawson dafür zu den Racing Bulls wechseln sollte. Wie jetzt bekannt wurde, soll das Team aber ein Auge auf Franco Colapinto geworfen haben. Der 21-jährige Argentinier war in der letzten Saison für ein Cockpit bei Williams oder Mercedes im Gespräch, bevor er letztlich als Test- und Ersatzfahrer bei Alpine unter Vertrag genommen wurde.
Cockpit-Wechsel
Jetzt könnte es tatsächlich ganz schnell gehen. Wie erste Branchenportale berichten ist die Beförderung von Yuki bzw. die Rückversetzung von Lawson beschlossene Sache. Der Rookie soll durch den Tausch „zu alter Stärke finden”, berichtet das Webportal f1-Insider. Eine offizielle Bestätigung von Red Bull steht noch aus.