Armin Wolf: „Die Probleme von Trump ...”
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„Man würde ja meinen, dass der US-Präsident gerade andere Sorgen hat”, leitet ZIB 2-Anchor Armin Wolf die Moderation zur letzten Meldung der Nachrichtensendung ein. Nach wie vor ist der US-Präsident in den sozialen Medien sehr aktiv, insbesondere auf seiner selbst gegründeten Plattform Truth Social. Mit Kommentaren zu Postenbesetzungen, Weltgeschehen und Nachrichtensendungen bietet sein Posting-Verhalten einen überaus interessanten Einblick in die Gedankenwelt des amerikanischen Präsidenten.
Mugshot vs. Porträt
Was auffällt: Trump ist mit seiner Darstellung in den Medien meist unzufrieden. Zu links, zu unfair, zu radikal, so der Grundtenor gegenüber kritischer Berichterstattung. Dass Trump auf eine, aus europäischer Perspektive oftmals befremdlich wirkende Art und Weise bedacht auf Image und Inszenierung ist, ist nicht erst seit dem Präsidentschaftswahlkampf klar. Seinen „Mugshot”, der im Rennen ums Weiße Haus wesentlich zum Einsatz kam, soll sich der 45. bzw. nunmehr 47. Präsident der Vereinigten Staaten etwa stolz vors Oval Office gehängt haben. Das Polizeifoto wurde 2023 in Atlanta aufgenommen, nachdem gegen Trump Anklage wegen versuchter Wahlbeeinflussung und Erpressung erhoben wurde.
Mit einem anderen „offiziellen” Bild ist Trump hingegen alles andere als zufrieden. Im ungefilterten Sammelsurium auf Truth Social ist unlängst ein Beitrag aufgetaucht, in dem der US-Präsident seinem Unmut über ein Präsidentschaftsporträt von sich freien Lauf lässt.
Trump wütet gegen Porträt
„Niemand mag ein schlechtes Bild oder Gemälde von sich selbst, aber das in Colorado im State Capitol, das der Gouverneur zusammen mit allen anderen Präsidenten aufgehängt hat, war absichtlich in einem Maße verzerrt, wie ich es vielleicht noch nie gesehen habe”, schimpft Trump in seinem Beitrag. Dieselbe Künstlerin habe auch Präsident Obama gemalt, „und er sieht wunderbar aus”. Das Bild von ihm, Trump, sei „das wirklich Schlimmste”. „Sie muss ihr Talent verloren haben, als sie älter wurde”, zetert der US-Präsident. Leute aus Colorado hätten ihn angerufen, um sich über das Gemälde zu beschweren. „Sie sind sogar richtig wütend darüber!” In ihrem Namen wende er sich an den „linksradikalen Gouverneur Jared Polis”. Ihm wäre es lieber, kein Bild von sich in der Galerie zu haben als dieses.
Porträt entfernt
Warum Trump sich ausgerechnet zum jetzigen Zeitpunkt über das Gemälde echauffiert, ist nicht bekannt. Enthüllt wurde es bereits während seiner ersten Amtszeit. Das Bild wurde 2019 von Künstlerin Sarah Boardman geschaffen, die davor bereits Porträts von Barack Obama und George W. Bush für die Galerie der Präsidenten im Kapitol gemalt hatte. Trump hätte sie mit einem neutralen Ausdruck abbilden wollen, um eine „zeitlose Darstellung” zu sichern, so die Künstlerin zur Kritik. Mittlerweile wurde das Porträt aus dem Kapitol in Colorado entfernt.
Wie Wolf es so wunderbar auf den Punkt gebracht hat: „Die Sorgen von Trump und von Musk das Geld ...”